FAQ2018-12-13T15:00:26+00:00

FAQ

Beim Factoring handelt es sich um den Verkauf Ihrer Forderungen (aus erbrachten Dienstleistungen) an uns. Sie erhalten Ihre Vergütung von uns sofort, während Ihr Kunde zur Zahlungsfälligkeit dann an uns bezahlt.

Einfach ausgedrückt: Factoring ist dann für Sie bzw. für Unternehmen und Unternehmer geeignet, wenn Sie Ihre Vergütungen sofort ausgezahlt haben möchten, Ihre Kunden jedoch die Rechnungen nicht sofort und/oder nicht auf einmal bezahlen können.

Wenn Sie zudem z. B. noch Vertriebspartner haben, für die eine sofortige Auszahlung ihres Anteils wichtig ist, ist Factoring das ideale Instrument zur Vertriebsunterstützung und –Motivation.

1. Könnte dies – um eine auf den ersten Blick provokante Gegenfrage zu stellen – daran liegen, dass Sie sich irgendwann genau dafür entschieden haben, nur solchen Kundengruppen Ihre Dienstleistungen anzubieten, bei denen Sie einigermaßen sicher sein können, dass diese Ihre Rechnungen sofort vollständig bezahlen können?

Wie viel mehr Kunden und Kundengruppen könnten Sie also ansprechen, wenn Sie mit Factoring ein Instrument zur Hand hätten, um auch mit den eingeschränkten Zahlungsmöglichkeiten dieser Kundengruppen umzugehen?

Oder ist mit diesen Kunden auch ansonsten kein Geschäft zu machen???

2. Auch wenn Ihre Kunden sofort zahlen können, müssen Sie in der Regel eine Rechnung schreiben, dann abbuchen oder den Zahlungseingang der Überweisung kontrollieren. Vielleicht auch mal erinnern.

Aber das ist alles Arbeit, und die kostet Zeit und Geld.

Mit unseren Factoring-Angeboten können Sie solche Sofortzahler schon für ca. 3% zzgl. USt. an uns verkaufen, bekommen Ihr Geld sofort und müssen sich dann um nichts mehr kümmern.

Rechnen Sie doch mal nach, wie viel Zeit und Geld Sie dadurch einsparen könnten.

Nein.

Sie entscheiden, welche Forderungen Sie uns verkaufen möchten und welche nicht.

Anders als bei vielen anderen Factoring-Instituten üblich, müssen Sie uns nicht alle Forderungen anbieten (obligatorisches Factoring), sondern entscheiden dies (sofern wir dies nicht anders vertraglich geregelt haben) selbst.

Genauso jedoch, wie es Ihnen zusteht, einzelne Forderungen nicht zu verkaufen, haben wir das Recht, einzelne Forderungen nicht zu kaufen, weil z. B. die Bonität des Kunden nicht ausreicht.

Nein.

Natürlich dürfen Sie Ihren Vertriebspartnern, mit denen SIE EINE PROVISIONSVEREINBARUNG GESCHLOSSEN HABEN, deren Vergütungsanteile vorfinanzieren. Das belastet aber Ihre Liquidität und Bonität und ist nur in seltenen Fällen ratsam.

Factoring im Sinne des Ankaufs von FREMDEN FORDERUNGEN anderer gegen Dritte (also z. B. die eines Vermittlers gegen seinen Kunden) jedoch ist ein Bank- bzw. Finanzdienstleistungsgeschäft gem. KWG (Kreditwesengesetz) und bedarf der entsprechenden Erlaubnis durch die BaFin.

Wir verfügen über die entsprechende Erlaubnis, das können Sie jederzeit auf der Webseite der BaFin unter „Liste der zugelassenen Finanzierungsleasing- und Factoringinstitute“ überprüfen.

Diese Erlaubnis stellt die Seriosität unseres Geschäfts sicher. Unsere Jahresabschlüsse werden von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfungsinstitut testiert, und der jährliche Bericht des Wirtschaftsprüfers wird der BaFin und der Deutschen Bundesbank vorgelegt.

Warnhinweis:

Auch wenn wir uns nicht in die Geschäfte anderer einmischen, können wir Ihnen nur dringend raten, keine Vorfinanzierungs- oder Factoring-Geschäfte mit Unternehmen einzugehen, die lediglich über die nötige Kapitalausstattung aber nicht über die entsprechenden Zulassungen verfügen.

Nicht nur könnte die BaFin die Geschäftstätigkeit von einem auf den anderen Tag stilllegen, Sie könnten auch rückwirkend Probleme mit bereits abgewickelten Forderungen bekommen.

Arbeiten Sie also nur mit Partnern, die wirklich dürfen, was sie machen!

Die Kreditaufnahme von Ihnen bzw. Ihrem Kunden stellt immer eine Verbindlichkeit bzw. eine Schuld dar. In Ihrem Fall als Unternehmer würde dies zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten in Ihrer Bilanz führen. Ihre Bonität leidet dadurch, und das, ohne dass sich die Forderungs-Außenstände auf der Aktivseite verringern.

Im Rahmen des Factorings (hierbei handelt es sich formal um ein Kaufgeschäft zwischen uns) verringern Sie Ihre offenen Forderungen. Die entstehenden Factoring-Gebühren stellen Betriebsausgaben dar. Mit den durch Factoring zur Verfügung stehenden Geldmitteln könnten Sie dann z. B. auch Ihre Verbindlichkeiten gegenüber Banken deutlich abbauen.

Factoring verbessert also Ihre Liquiditäts- und Bonitätssituation erheblich.

Der „Verkauf von Factoring“ gegenüber Ihrem Kunden ist zudem deutlich einfacher, wenn Sie ihn nicht davon überzeugen müssen, dass er z. B. zur Begleichung Ihrer Vergütung einen Kredit aufnehmen soll.

Die Kreditprüfungsverfahren für Sie wie für Ihren Kunden sind bei Banken abschließend meistens deutlich komplizierter und schwieriger als der Abschluss eines Factoring-Rahmenvertrags mit uns.

Wir schließen Factoring-Rahmenverträge mit Versicherungsvermittlern, Finanzdienstleistern, Honorarberatern und Dienstleistern, die im Versicherungs-/Finanzdienstleistungsmarkt tätig sind. Abhängig von Ihrem Bedarf erfolgt natürlich auch bei uns eine kleinere oder größere, anfängliche und/oder regelmäßige Prüfung Ihres Unternehmens, die bei Ihnen jedoch kaum Arbeit verursacht (Sie stellen uns z. B. Ihre Geschäftszahlen aus den vergangenen beiden Jahren zur Verfügung), da es sich um interne Prüfprozesse bei uns handelt.

Anders als viele andere Factoring-Institute kaufen wir Forderungen gegen sowohl gewerbliche als auch private Kunden (B2B und B2C).

Ihre Kunden müssen prinzipiell über eine ausreichende Bonität (Zahlungsfähigkeit) verfügen, so dass mit hoher Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass diese Ihre Rechnungen auch an uns bezahlen werden können.

Dies ist im Übrigen eine Anforderung, die auch für Sie selbst und unabhängig vom Factoring von entscheidender Bedeutung VOR der Zusammenarbeit mit einem Kunden sein sollte.

Grundsätzlich müssen Forderungen Verität aufweisen, d. h. wahr sein, damit Sie diese verkaufen können. Nicht berechtigte Forderungen (weil z. b. die Leistung gar nicht erbracht wurde) dürfen nicht verkauft werden bzw. werden von uns natürlich an Sie zurückgegeben.

Bestreitet ein Kunde einmal, dass eine Forderung wahr ist, so nehmen wir grundsätzlich zunächst mit Ihnen Rücksprache um den Sachverhalt möglichst im Einvernehmen zu klären.

Forderungen können aber einen unterschiedlichen Risikograd aufweisen, der zumeist aus der zugrundeliegenden Dienstleistung entspringt. Diese sind von uns aber durchaus, mit entsprechender Absprache im Factoring-Rahmenvertrag, ankaufbar.

Wir kaufen Forderungen im Rahmen des sogenannten offenen Factorings, d. h. der Kunde wird schon in der Vergütungsvereinbarung darüber informiert (und er stimmt zu), dass Sie die Forderungen an uns verkaufen können.

Die entsprechenden Textbausteine sowie fix und fertige, rechtssichere Vereinbarungen für verschiedene Geschäftszwecke stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung und stimmen diese auf Ihren konkreten Bedarf ab.

Kommt dann der Verkauf zustande, erhält der Kunde von uns darüber zusätzlich die sogenannte Forderungsbestätigung.

Die Kosten des Factorings sind grundsätzlich von verschiedenen Faktoren abhängig, so u. a. die Art und das Risiko des Geschäfts, das Volumen und die Laufzeit der Forderungen.

Laufzeiten von bis zu 3 Monaten können Sie z. B. für durchschnittlich 3% aus der Forderung zzgl. USt. an uns verkaufen. Bei Laufzeiten bis zu einem Jahr erheben wir durchschnittlich 10% zzgl. USt.

Unsere Gebühren sind umsatzsteuerpflichtig und stellen für Sie eine Betriebsausgabe dar.

Um Ihnen gegenüber Transparenz zu gewährleisten, und um Ihnen die Möglichkeit zu geben, die Factoring-Gebühr in Ihren Dienstleistungspreis gegenüber dem Kunden korrekt einzupreisen, handelt es sich um eine sogenannte All-In-Fee, d. h. während der Laufzeit einer z. B. Ratenzahlung werden keine weiteren Gebühren erhoben.

Nein, um das Forderungsmanagement kümmern wir uns zusammen mit unseren Partnern. Sie können sich jedoch über Ihren Online-Zugang wann immer Sie das möchten, über die Zahlungsverläufe und die Zuverlässigkeit informieren.

Wenn wir eine Forderung ankaufen, kostet Sie das Forderungsmanagement nichts extra. Sie tragen lediglich die Kosten der Bonitätsprüfung, die VOR dem Verkauf von Ihnen mit einem Klick durchgeführt werden kann.

Uns liegt nichts daran, die bestehende Kundenbeziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kunden durch Unstimmigkeit bzgl. einer Forderung zu stören, ohne dies mit Ihnen abzustimmen und nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. D. h. wir führen kein hartes Inkasso durch, ohne das mit Ihnen besprochen zu haben und Ihnen z. B. auch die Möglichkeit gegeben zu haben, die Forderung zurückzukaufen.

Allerdings haben Sie und wir einen durchsetzbaren Anspruch gegenüber dem Kunden, und es besteht kein Grund, auf diesem nicht zu bestehen.

Die Wahrscheinlichkeit der Zahlungsunfähigkeit Ihres Kunden ist aufgrund der Bonitätsprüfung vorab mehr als gering. Sollte dies dennoch eintreten, ist auch hier die Abstimmung mit Ihnen obligatorisch.

Sollte eine Antwort für Sie nicht aufschlussreich genug gewesen sein, oder sollten Sie eine oder mehrere andere Fragen zum Factoring haben, so zögern Sie bitte nicht, uns telefonisch, per Email oder über unser Kontaktformular anzusprechen.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen.